Liebling, ich habe die Welt geschrumpft

Liebling, ich habe die Welt geschrumpft

Wer schon mal in Hamburg die Modelleisenbahnen des “Miniatur Wunderlandes” gesehen hat, kennt den besonderen Reiz, den eine verkleinerte Welt auf den Betrachter ausübt. Diese Faszination der Miniaturisierung lässt sich mit dem “Tilt-Shift-Effekt” in Fotos und Videos simulieren. Häuser, Bäume, Fahrzeuge, Menschen … alles sieht wie Spielzeug aus und der Betrachter kann auf den ersten Blick kaum erkennen, dass hier die Realität abgebildet wurde.

Der Effekt wird durch spezielle Tilt-Shift-Objektive, nachträglich eingefügte Unschärfe und Zeitraffer erzeugt.


Inzwischen hat sich auch die Werbung dieses Stilmittels bedient. So zum Beispiel auch die Telekom in Ihrem TV-Spot “Millionen fangen an” (Quelle: YouTube).


Der Kurzfilm “The Sandpit” zeigt verschiedene Szenen aus New York. Fotograf Sam O’Hare verarbeitete für den Film über 35.000 Serienbildaufnahmen (Quelle: YouTube).


Bereits seit 2008 präsentiert uns Keith Loutit mit der Technik seine Heimatstadt Sydney in der Kurzfilm-Serie “Bathtub”. Alle Kurzfilme sind absolut sehenswert. (Quelle: YouTube)

Fotografen, die mehr über den Tilt-Shift-Effekt erfahren wollen, sei der Workshop “Spielzeugwelten” von Ulli Staiger in DOCMA 33 ans Herz gelegt. Ein einfaches Ausprobieren mit einem eigenen Foto ist auf der Webseite tiltshiftmaker.com möglich. So entstand auch unser Titelfoto mit Blick auf Hannover. Viel Spaß beim Miniaturisieren.